Fünf Jahre KLAWOTTE in Trostberg - Eine Erfolgsstory

Viel mehr als ein Second-Hand-Laden
Die "Klawotte", das Sozialkaufhaus der AWO, blickt auf sehr erfolgreiche fünf Jahre zurück

Aus dem TT, von Lucia Frei: Trostberg. Vor gut fünf Jahren hatte alles - wie so oft - mit einer Idee von Gaby Griesbeck begonnen: Die rührige Vorsitzende des Trostberger Ortsvereins der Arbeiterwohlfahrt hatte von einem Kleiderladen der AWO in München gehört und sich gedacht, dass so etwas in Trostberg auch laufen könnte. Sie packte das Projekt an, fand gute Vermieter sowie zahlreiche Mitstreiterinnen und konnte gestern zum fünften Jubiläum auf eine außergewöhnliche Erfolgsgeschichte der Trostberger "Klawotte" zurückblicken.
Stattliche 242 252 Euro sind in dem Sozialkaufhaus an der Heinrich-Braun-Straße in den vergangenen fünf Jahren eingenommen worden (vor Steuern). Alle Erlöse, die aus dem Verkauf der Waren erzielt werden, fließen nach Abzug aller anfallenden Kosten wie Raummiete oder Strom in soziale Projekte. 42 286 Euro wurden als Spenden ausgeschüttet, und weitere Spendenübergaben stehen noch bevor. Ware, die nicht mehr in den Laden passt oder nicht angenommen wurde, wird an wohltätige Kleidersammlungen weitergegeben.
Das Prinzip ist einfach: Bürger bringen in der "Klawotte" gut erhaltene gebrauchte Kleidung, Spielzeug, Sportartikel, Bettwäsche und andere nützliche Dinge für den Alltag vorbei. Die ehrenamtlichen Helferinnen sortieren die Ware, säubern und reparieren sie bei Bedarf und versehen sie mit sehr günstigen Preisen. In dem Laden neben dem Stadtkino werden die Artikel, darunter auch hochwertige Markenkleidung, sehr sauber und übersichtlich eingeräumt und hübsch dekoriert. Einkaufen kann dort jeder. Bedürftige zahlen für die ohnehin sehr günstigen Artikel nur den halben Preis.
Als Grundsätze hatten die Macherinnen der "Klawotte" - Gaby Griesbeck, Claudia Salomon, die den Laden von Beginn an leitet, und 24 weitere Ehrenamtliche -festgehalten, dass der Laden Möglichkeiten bieten soll, sinnvoll und gezielt zu spenden sowie konkrete Hilfe und Entlastung in sozial und finanziell schwierigen Fällen zu leisten. Die "Klawotte" sollte nicht nur ein Second-Hand-Verkauf sein, sondern ein Begegnungsort und eine Plattform für sozial und bürgerschaftlich Engagierte.
Stadtpfarrer Dr. Florian Schomers war angetan von diesem Konzept: "Hier werden sozial schwache Menschen nicht zu Bettlern degradiert, sondern sie sind Geschäftspartner auf Augenhöhe." Dies sei wichtig, da es viel verschämte Not gebe. Mit der "Klawotte" sei vielen Menschen geholfen; "hier gibt niemand seine Würde ab", so Schomers.
Griesbeck berichtete, dass das Kaufhaus das Miteinander unterschiedlicher Gruppen fördere. Denn hier sei jeder willkommen die bummelnde junge Frau, der Jugendliche, der ein Sakko für ein Vorstellungsgespräch braucht und der Asylsuchende, der sich gern bei den Sportklamotten umschaut.
Die offene, freundliche Atmosphäre in dem Kaufhaus ist den vielen ehrenamtlichen Verkäuferinnen zu verdanken. "Wir haben so ein tolles Miteinander, deshalb macht es uns auch so viel Spaß", sagte Claudia Salomon. Sie habe am Anfang gedacht, der Laden sei für das Projekt viel zu groß. "Jetzt ist er eher zu klein, weil wir ihn mit Klamotten und Leben gefüllt haben", freute sie sich. Das Kaufhaus hat auch schon expandiert: Direkt daneben. wurde im Mai 2016 die "AWO-Fundgrube" eröffnet, in der es besonders günstige Artikel wie Kleidung, Geschirr und Sportsachen gibt.
Bürgermeister Karl Schleid lobte die tolle Entwicklung des Sozialkaufhauses. Es sei oft nicht einfach, Menschen für ein Ehrenamt zu gewinnen. Bei der "Klawotte" seien die Frauen aber schon lange mit Begeisterung dabei. Dazu gratulierte er und sagte: "Bei euch ist nicht nur eine Kleiderkammer entstanden, sondern ein sozialer Raum."

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Bereits seit fünf Jahren gibt es nun das Sozialkaufhaus der Trostberger Arbeiterwohlfahrt (AWO) neben dem Stadtkino in der Heinrich-Braun-Straße. Aus diesem Anlass feiert die AWO am Donnerstag und Freitag 8. und 9. November von 14 bis 18 Uhr mit ihren Kunden und ehrenamtlichen Mitarbeitern. Als Dankeschön gibt es an diesen beiden Tagen 50 Prozent Nachlass auf die gesamte Ware.
Im Oktober 2013 hatte das Kaufhaus seine Türen geöffnet. Das Prinzip ist einfach: Engagierte Bürger spenden gut erhaltene Kleidung, Spielsachen, Bettwäsche und andere nützliche Dinge für den Alltag.
Die Ware wird von ehrenamtlichen Helfern sortiert, falls nötig gereinigt und mit fairen Preisen ausgezeichnet. Einkaufen kann jeder. Menschen, deren Einkommen die Grenze der Bedürftigkeit unterschreitet. kaufen mit einem Berechtigungsschein zum halben Preis ein. Alle Erlöse, die aus dem Verkauf der Spenden erzielt werden, fließen nach Abzug aller anfallenden Kosten wie Raummiete oder Strom in soziale Projekte. Mit dieser Einrichtung fördert die AWO das Miteinander unterschiedlicher sozialer Gruppen. Die KLAWOTTE bietet praktisch die Möglichkeit sinnvoll und gezielt zu spenden, konkrete Hilfe und Entlastung in sozial schwächer gestellten Fällen zu geben.
Die Vorsitzende der Trostberger AWO dazu: "Freuen Sie sich mit der Trostberger AWO über den einzigartigen Erfolg dieser Einrichtung und kommen Sie zu uns. Sie werden überrascht sein von der Fülle unseres Angebots."



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